Daniel Rüd

Rückschläge beim Abnehmen

Das Gewicht bleibt konstant und wird leider nicht mehr weniger.

Dass es mit meinem Gewicht nicht nur bergab gehen würde, das war mir von Anfang an klar, doch dass diese Durststrecke bei mir so lange dauern sollte, das hätte ich vorher nicht für möglich gehalten.

Ich meine damit die 13 Wochen im Sommer 2007. In dieser Zeit war ich fast jeden Tag sportlich tätig, sei es zu Fuß, auf meinem neu gekauften Fahrrad oder schwimmend im Wasser. Doch trotz der Vielzahl an sportlichen Tätigkeiten ging es mit meinem Gewicht gerade mal 2,8kg nach unten. Das heißt, ich habe innerhalb von 13 Wochen noch nicht einmal drei Kilogramm abgenommen, was einem Durchschnitt von läppischen 215 Gramm pro Woche entsprach. Wenn man das mal mit den 15,1kg vergleicht, die ich in den ersten 14 Wochen verloren habe, war das die pure Stagnation.

Es wird nicht weniger

Zur Veranschaulichung hier die Tabelle mit den wöchentlichen Durchschnittswerten. Während ich am Ende der 14.Woche 94,7kg gewogen hatte, war es Ende der 27.Woche 91,9kg, also nur 2,8kg weniger.

Rückschläge beim Abnehmen

Was man auch gut ablesen kann, der Sollwert näherte sich immer weiter an den Ist-Wert an. Weshalb ich mir zu dieser Zeit auch ernste Gedanken darüber machte, ob ich die Abnehmwette überhaupt gewinnen könne, denn je tiefer man mit dem Gewicht kommt, desto schwieriger wird es mit dem weiteren Abnehmen. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt ja immer noch 7 Kilogramm vor mir.

Wie eng es wurde und wie stark der Seitwertstrend war, kann man im Graphen besser erkennen.

Graph Abnehmen

Die schwarze Gerade ist quasi der Wert, den ich maximal haben darf, wenn ich jeden Tag gleich viel abnehme und damit am Jahresende unter die 95kg-Marke kommen möchte. Die grünen Werte entsprechen den Messwerten, die mir meine Waage abends anzeigte. Eine Lücke heißt, ich war unterwegs und hatte keine Waage griffbereit.

Die Motivation lässt nach

Was in dieser Zeit echt ein Problem war: die Motivation zum Sport treiben ließ nach und irgendwie wurde ich immer deprimierter. Ich trieb Sport ohne Ende und trotzdem ging es mit dem Gewicht nicht weiter bergab. Ich sagte mir aber immer vor: “Komm Junge, jetzt am Ball bleiben und es geht wieder weiter, wenn du jetzt aufgibst, dann war alles umsonst!” – So musste ich mich irgendwie bei Laune halten, um weiter auf meinen Ernährungsplan zu achten und weiter meine Läufe zu absolvieren.

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