Private Homepage von Daniel Rüd
Warum der Betrieb eines Artikelverzeichnisses keinen Sinn macht
Gerade aus meinem Urlaub zurück, habe ich natürlich die Kommentare und Trackbacks moderiert. Dabei ist mir einer aufgefallen, den ich gerne erwähnen möchte.
Birgit setzt sich in ihrem SEO Blog mit meiner Meinung über den Sinn bzw. Unsinn von Artikelverzeichnissen auseinander. Sie beschreibt es aus Sicht derjenigen, die auf der Suche nach Links für die eigene Website sind und kommt, anders als ich, zu dem Ergebnis, dass sich das Schreiben für Artikelverzeichnisse lohnt.
Warum ich anderer Meinung bin und lieber Artikel für meine eigenen Seiten schreibe, habe ich ja schon ausführlich dargelegt, trotzdem hat mich das Thema wieder einmal so beschäftigt, dass ich mir mal die Zeit genommen habe und eine Gegenüberstellung des Arbeitsaufwands und der Einnahmen durch Werbung für mein größtes Artikelverzeichnis gemacht habe; quasi wieder aus Sicht des Betreibers.
Das Resultat ist eindeutig:

In Rot wird der Arbeitsaufwand für das Freischalten der Beiträge dargestellt. Damit es mit den Einnahmen vergleichbar wird, habe ich mal eine durchschnittliche Arbeitsdauer von 5 Minuten pro Freischaltung einkalkuliert und einen Schüler, der mir diese Arbeit für 10,- EUR pro Stunde abnimmt. Nicht eingerechnet sind somit die laufenden Kosten für das Projekt, wie Webspace, Domain sowie der Zeitaufwand für Mailsupport und evtl. Kosten, die durch Abmahnungen verursacht werden könnten. Auch wurden die Programmierung des Dienstes sowie SEO-Maßnahmen nicht einkalkuliert; die wirklichen Kosten sind somit noch viel höher.
Was interessant dabei ist: die Trendlinien bewegen sich immer weiter auseinander!
Das heißt, dass ich, selbst wenn ich nur den reinen Arbeitsaufwand für das Einstellen der Artikel mit den Einnahmen, die ich durch diese eingestellten Artikel habe, gegenüberstelle, recht deutlich sehe, dass ich immer mehr Zeit und Geld in das Projekt hinein stecke, ohne, dass die Einnahmen in gleichem Maße zunehmen.
Der Verlust (Bereich zwischen der roten und der grünen Trendlinie) wird somit mit jedem Tag größer.
Das Projekt in dem aktuellen Konzept weiterzuführen, wäre somit Blödsinn.
Zwei Möglichkeiten des Auswegs:
- Neue Artikel nicht mehr freizuschalten
Da die Einnahmen nicht sofort wieder abflachen würden, besteht die Chance, dass irgendwann einmal das investierte Geld wieder zurück ist. - Beiträge ohne Prüfung sofort freischalten, Community aufbauen
Den Arbeitsaufwand zu reduzieren, in dem man Beiträge ohne Prüfung freischaltet und eine Community aufbaut, in dem diejenigen, die Artikel einstellen, auch selbst darauf achten, dass das Projekt sauber bleibt und rechtswidrige oder zweifelhafte Inhalte sofort melden bzw. Moderatoren auf freiwilliger Basis einsetzen, die das AV von ungewollten Inhalten befreien. Ob das allerdings funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Es wäre dann nämlich vergleichbar mit dem DMOZ und dem wird ja immer wieder mal vorgeworfen, dass die Editoren nur ihre eigenen Seiten reinbringen wollen und sich nicht weiter darum kümmern.
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Kommentare zum Eintrag
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Die 10,- EUR waren ja auch nur ein Platzhalter, ich hätte auch 100,- EUR die Stunde eintragen können, am Resultat hätte es nichts geändert.
Fest steht: der Arbeitsaufwand steigt bei Themenrelevanz kontinuierlich an und zwar deutlich stärker als der Umsatz, der durch die Werbeeinnahmen auf den Artikelseiten reinkommt. (Die Steigung der roten Trendlinie ist größer als die der grünen)
Das heißt: je länger ich das in der jetzigen Form weiterführe, desto mehr Verlust mache ich damit.
Übrigens glaube ich nicht, dass es einen größeren Sprung beim Umsatz macht. Das Projekt ist ja jetzt schon zwei Jahre alt und Lust dazu noch viel Arbeit (und Geld) in Linkbuilding reinzustecken, hab ich aus o.g. Gründen nicht.
Aber wir werden ja sehen, ob nicht doch wieder viele AVs von der Bildfläche verschwinden. Spätestens dann werden sich viele, die Texte erstellt haben, ganz doll ärgern.
… und ich grins mir einen, weil ich meine Inhalte lieber gleich auf meinen eigenen Seiten eingestellt habe. ![]()
Ich kann Birgit auch nur zustimmen. Beiträge freischalten mag zwar Zeit und somit auch Geld kosten. Aber wenn der Beitrag einmal freigeschaltet ist und das AV dann auch gut in den SERPS ist, bringt er Einnahmen. Also muss das AV nur lange genug laufen.
Gruß Malte
Zuerst mal Respekt für die Mühe die Du Dir gemacht hast, Daniel.
Die Grafik ist schon sehr interessant. Ich bin mit meinem AV erst paar Tage online, deshalb kann ich noch nicht einschätzen, wie sich der Aufwand in Zukunft verändert.
Ich denke aber schon das es schwierig ist. Will man sein AV pflegen und nicht verkommen lassen achtet man auch auf DC und ähnliches, und das ist natürlich sehr zeitaufwendig.
Ich denke auch das so ein Artikelverzeichnis für den Betreiber auch Spaß machen sollte. Will man wirklich alles gegenrechnen lässt man es am besten sein.
Ich sehe das ähnlich wie Birgit und hoffe das ich später mal ein bissel Geld verdienen kann, die Stunden die ich jetzt investiere rechne ich aber nicht gegen, denn sonst wäre ich am Ende wohl deprimiert. *g*
Tut mir echt Leid zu lesen, dass es nicht gut läuft.
Es gibt aber , und das kann man nicht bestreiten, erfolgreiche Artikelverzeichnisse.
Das ist die alte Story mit den 2 Gläsern…das eine war halb voll und das andere halb leer.
Ich habe noch nie einen Artikelvzbetreiber gesehen, der eine solche Statistik anfertigt. Wie lange haste dafür benötigt? 5 Stunden?..Ähh, ich meine 50 €? Man sagt zwar, das Geld gleich Zeit ist, nur gilt die
Formel für das Berufsleben. Ein Artikelverzeichnis sollte ein liebes Hobby sein. Wenn Du einfach etwas optiminstischer wärst, dann würdest Du deine Linkpop erhöhen.
@Martin: im Feld “Name” sollte eigentlich ein Name hin und aufgrund des Inhalts deiner Seite gehe mal davon aus, dass du nur ein bisschen Linkbuilding betreiben willst, weshalb ich den Link zu deiner Homepage entfernt habe.
Das ist die alte Story mit den 2 Gläsern…das eine war halb voll und das andere halb leer.
Nein, ist es nicht… ich dachte, das käme dabei heraus…
Wie lange haste dafür benötigt? 5 Stunden?..Ähh, ich meine 50 €? Man sagt zwar, das Geld gleich Zeit ist, nur gilt die Formel für das Berufsleben.
… und es soll doch tatsächlich Leute geben, die mit Internetseiten ihr Geld verdienen.
Da das mit einem Artikelverzeichnis meiner Meinung nach nicht möglich ist, sollen das andere machen, ich jedenfalls in dieser Form nicht mehr…
Wenn Du einfach etwas optiminstischer wärst, dann würdest Du deine Linkpop erhöhen.
Wie gesagt, für mich rentiert es sich nicht, da stecke ich meine Zeit lieber in lukrativere Dinge.
1. Es ist nicht fair, dass Du meinen Link wieder entfernt hast.
2. Ich habe mich dazu geäußerst, weil das Topic eine globale Niedermachung von AVs darstellt. Es liegt aber nicht an den AVs selbst, sondern oft an den Betreibern.
3. Wünsche Dir noch viel Erfolg. Was startest Du als nächstes-einen Webkatalog?
@Martin:
zu 1) ich habe nix gegen die Unterbringung deines Links, nur sollte als Name, dann auch dein Name oder von mir aus dein Nickname stehen. Wenn aber nun in das Feld dein Hauptkeyword reingeschrieben wird, nur um deine Rankings zu verbessern, dann erlaube ich mir sehr wohl, den Link zu entfernen.
zu 2) ich denke, ich habe klargemacht, wo das Problem, eines solchen -auf manueller Prüdung basierenden- Systems liegt. Je populärer ein AV wird, desto mehr neue Einträge gibt es und desto mehr muss man kontrollieren und freischalten. Ich denke, dem wird keiner widersprechen. Die Einnahmen verhalten sich zwar ähnlich, man läuft aber seiner hereingesteckten Kohle (=Arbeit) immer hinterher. Außerdem: das Freischalten ist eigentlich nur ein Klick, aber, und das ist ein weiteres Problem, man muss sich normalerweise den Text komplett durchlesen, auf evtl. offensichtliche rechtliche Problematiken überprüfen und das gleich auch mit den Zielseiten. Macht man das nicht, läuft man Gefahr, abgemahnt zu werden und dabei kann man sich nicht mehr herausreden von wegen “ich hatte keine Kenntnis”, denn die Beiträge wurden ja manuell überprüft, also muss man den Inhalt kennen. Nimmt man das bei der Freischaltung so genau, ist das dann keine Sache von weniger Sekunden mehr, sondern von mehreren Minuten.
zu 3) Webkataloge sind doch out, wenn dann starte ich noch 35 Bloghoster und 237 Social Bookmark-Dienste und 1.397 Social News-Networks, usw.
Natürlich macht ein AV Arbeit, vor allem der Check auf DC, der Aufwand steigt auch stetig an, wenn man ein gut laufendes hat. Aber ich denke trotzdem, daß der Aufwand sich lohnt, wenigstens in Zukunft.
Aber was ist denn, wenn Du die Site eines Autoren besuchst und keine rechtswidrigen Inhalte vorliegen, er aber am nächsten Tag seinen Inhalt zu deinem Nachteil verändert hat?
Kann man sich nicht durch ein gutes Impressum schützen?
Ich finde deinen Post leider deprimierend. Mein Kollege startet demnächst ein AV und er ist voll motiviert-sind wohl alle am Anfang.
Grüsse
Martin
Bin gerade über einen aktuellen ABAKUS Thread auf diesen Beitrag hier aufmerksam geworden. Persönlich betreibe ich seit rund einem halben Jahr ein Artikelverzeichnis und dieses ist, auch was die AdSense-Einnahmen betrifft, recht gut angelaufen. Sicherlich rechnet sich das Projekt nicht, wenn ich alle meine Aufwände einkalkuliere, aber es ist auch nicht so, dass der Betrieb eines Artikelverzeichnis völlig defizitär ist. Die Vorteile sind sicherlich außerhalb einer ausschließlichen Einnahmen-/Ausgabenbetrachtung zu suchen.
Solange ein Artikelverzeichnis nur so larifari läuft und dementsprechend auch nur einigermassen rankt (hab nach den Top50 Serps aufgehört zu suchen) solange darf man wohl auch keine großen Einnahmen erwarten. Einfach nur ein AV starten und auf Millionengewinne hoffen funktioniert genausowenig wie bei allen anderen Webseiten.
Wenn das AV irgendwann mal besser zu finden ist, evtl sogar mal nen PR hat und dadurch auch die Einträge mehr werden, kann man sicher mal anfangen, ein paar Einnahmen zu erwarten.
Wenn allerdings einfach mal so alle Artikel in ein Archiv umgeschoben werden und sich somit erst mal wieder für Google neu “etablieren” müssen, ist es kein Wunder, dass die beiträge und Einnahmen fallen.
Abakus scheint so einige hier hin zu bringen
Ich kann leider Deinen Beitrag derzeit nur bestätigen. Ich nehme derzeit auch keine Artikel mehr an. Der Zeitaufwand für eine Freischaltung stand in keinem Verhältnis mehr.
Und bei der ganzen Kalkulation darf man auch Google nicht vergessen. Mag Google einen heute noch, kann es morgen schon ganz anders sein. Und von Yahoo und MSN allein kann man erst recht nicht “leben”.
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Hi Daniel,
ich sehe das mit den AVs, wie bei jeder “normalen” Site:
Erst kommt die Arbeit - dann lange nix - und dann erst der Erfolg.
Wenn ich eine andere Site erstelle, brauche ich auch ca. 1 - 2 Jahre, damit es sich rentiert. Warum sollte das bei AVs anderes sein?
Klaro, wenn ich im Moment meinen “Verdienst” mit meiner Arbeit gegenrechne, stimmt das Verhältnis nicht. Allerdings sehe ich das auf längere Sicht: einen Artikel, den ich einmal freischalte - “verdient” wahrscheinlich jahrlange Geld.
Birgit
Ps. wo wohnst denn du?
Bei uns kriegt nicht mal eine ausgebildete Bürokauffrau 10 € die Stunde brutto.