Private Homepage von Daniel Rüd

28. August 2007, 10:50 Uhr





Böse Suchmaschinenoptimierer

Dass der Ruf von Suchmaschinenoptimierern (kurz: SEO) nicht der beste ist, das bekomme ich jedesmal in Gesprächen zu hören (”Ihr seid doch diejenigen, die dafür sorgen, dass ich nicht das finde, was ich suche.”)

Auch wenn man dann lang und breit erklärt, dass man einer der Guten ist und im Prinzip nur dafür sorgt, dass Google und Co. die Webseiten besser finden und analysieren können und somit letztlich auch besser bewerten können, bleibt doch immer noch ein kleiner Rest an Skepsis übrig. Zumindest habe ich das so im Gefühl.

Allerdings finde ich es wirklich erstaunlich, dass in letzter Zeit, SEOs immer mehr zu den Buhmännern werden:

Google: SEOs sind böse

Vor kurzem fing Google an, seine Richtlinien zu überarbeiten und macht nun aus jedem Link der zu Manipulation der Suchergebnisse gedacht ist, einen Richtlinienverstoß. Das hat dann zur Folge, dass jeder Link den ein SEO setzt und der sich positiv auf die zu optimierende Seite auswirken könnte, ein potentieller Verstoß gegen die Richtlinien ist und somit mit einer Strafe belegt werden kann, bishin zum Ausschluss der betreffenden Website. Damit gibt es wohl keinerlei “Gute” bzw. “White-Hat-SEOs” mehr. SEOs sind also laut Google alle böse…

Blogscout wegen bösen SEOs geschlossen

Blogscout wurde, ohne dass es erste Anzeichen gegeben hätte, kurzerhand vom Betreiber geschlossen. In seinem Blog verkündet er neben dem nachvollziehbaren Grund, dass er nicht genug Blogs erfassen konnte, um seinem Ziel, einen Überblick über die gesamte deutsche Blogszene zu bieten, gerecht zu werden, auch in einem Nebensatz, dass er SEO-Blogbetreibern, “die wirklich meinen, dass Quantität die Qualität aussticht“, keinerlei Unterstützung geben will. Wie solche Aussagen bei den Lesern ankommt, kann man bei Roland im Werbeblogger nachlesen.

SEOs sind Spammer

Auf Karl-Tux-Stadt wird pauschal behauptet: “SEOs sind Spammer”. Gründe: sie machen Werbung für Haarwuchsmittel und raten den Leuten, häufig in fremden Blogs zu kommentieren. Interessante Definition von Spam, wie ich finde.

Hab noch ein paar andere Blogbeiträge zum Thema, finde sie aber gerade nicht mehr… :?

Woran liegt es eurer Meinung, dass in letzter Zeit die SEOs wieder mehr negativ wahrgenommen werden? Oder reagiere ich einfach nur zu sensibel und es hat sich eigentlich gar nichts in der öffentlichen Wahrnehmung geändert?




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Kommentare zum Eintrag

Böse Suchmaschinenoptimierer”



gnokii

“im Prinzip nur dafür sorgt, dass Google und Co. die Webseiten besser finden und analysieren können” beim angesprochenen SEO wurde ein Kommentar gelöscht, der folgenden Inhalt hatte “wie immer kam Content verpackt in Keywords” was bitte hat ein Nutzer davon, Seiten zu finden via google & co. die im Endeffekt nicht das gesuchte enthalten?

Da du “Wir” SEO sagst, denke ich mal du zählst Dich zu diesen, dann finde ich aber folgenden Satz ganz schön überzogen “Bitte verwende die Kommentarfunktion nicht
für Werbung, SPAM und Beleidigungen.” schliesslich ist es doch ein probates Mittel eurer Welt zwar inhaltliche Kommentare abzugeben aber im Endeffekt doch nur um Traffic für die eigene Seite zu erheischen, kann man ja in meinem Artikel nachlesen.


Daniel Rüd

was bitte hat ein Nutzer davon, Seiten zu finden via google & co. die im Endeffekt nicht das gesuchte enthalten?

Rein gar nichts… Von solchen Aktionen halte ich ehrlich gesagt auch nicht viel.

Es mag ja sein, dass eine solche Vorgehensweise in manchen Bereichen richtig viel Traffic bringt. Der lässt sich aber mit Sicherheit nicht gut in Geld umwandeln, weil es letztlich Junk-Traffic ist und kein qualifizierter…

Dass es bei gerade bei starken Webseiten durchaus vorkommt, dass einzelne Unterseiten auch bei unpassenden Begriffen gut ranken, nur weil das Keyword mal im Title vorkommt, ist aber nicht zwangsweise ein Fehler des SEOs, sondern eher ein Problem bei Google.

schliesslich ist es doch ein probates Mittel eurer Welt zwar inhaltliche Kommentare abzugeben aber im Endeffekt doch nur um Traffic für die eigene Seite zu erheischen

Ehrlich gesagt halte ich das Einbeziehen von Kommentaren für das Linkbuilding für absoluten Blödsinn. Ein Link bringt meines Erachtens nur etwas, wenn er mit den richtigen Keywords versehen wird und das geht in Blogs nun einmal nicht.

Ich kenne einzelne Firmen, deren Leute sich in tausenden von Blogs eingetragen haben. Die Firmenhomepage wird auch topgelistet, allerdings nur unter den Mitarbeiternamen und nicht unter den gewünschten Suchbegriffen.

Meine Kommentarfunktion kann jeder nutzen, der gerne mit diskutieren will und natürlich kann auch jeder ein Link auf seine Homepage setzen von mir aus auch Deeplinks, wenn sie zum Thema passen, aber wenn Leute in das Feld “Name” nur Keywords reinschreiben, dann wird die URL gelöscht. Ebenso wenn es weniger sinnfreie Kommentare sind und der Link dann auf einen Webkatalog oder eine Made-For-Adsense-Seite zeigt, die keinerlei eigenen Inhalt vorweisen kann.

Genau diese sind Einträge möchte ich nicht, ansonsten sind alle herzlich Willkommen.


Patrick

Ich mache eigentlich die Erfahrung, dass die Leute auf jeden Fall interessiert sind am Thema. Dies meist umso mehr, je mehr sie sich selbst im Internet bewegen. Laien bringen das Internet leider immer noch zu oft mit xxx-Seiten und Kriminalität in Verbindung: Dies vor allem wegen den ganzen Abzocker-Diensten und Spam-Mails. Das Internet hat teilweise immer noch einen schlechten Ruf.

Eine inhaltiche Auseinandersetzung mit dem Thema wäre interessant, allerdings sind viele daran nicht wirklich interessiert, wie man auch hier wieder sehen kann. Ich denke eigentlich auch gar nicht, dass Seos generell als Buhmänner dargestellt werden. Google lebt eigentlich ganz gut mit ihnen und irgendwelche Social-Dienste vollzuspammen hat mit Seo eigentlich nicht viel zu tun. Da scheitert mancher Dienst auch an systembedingten Schwächen, die auch mit wachsender Popularität und der Sucht nach Aufmerksamkeit im Internet zusammenhängen.


Gerd-E.

Ich sehe es so:

Einige verwechseln SEO mit Seiten, die reineweg nur zum Geldscheffeln gemacht werden (MFA) und das Web versauen. Dass diese Seiten dann meist grottenschlecht sind und ihr Ziel nicht erreichen, sieht dann keiner mehr.
Manch einer denkt sicher auch, dass SEO gleichzusetzen ist mit schnellem Reichtum und ist dann neidisch. Aber ohne Zeit und Know-How und auch finanzieller Mittel kann weder eine vernünftige Webseite gemacht werden, noch diese gut in den SERP’s plaziert.
Und sicher gibt es auch ein paar “Webmaster”, die selbst nicht alles können, und sich für billiges Geld Kommentarschreiber anheuern, dann kommt eben auch nur ein billiges Erbebnis raus.

An den Internetnutzer denken dabei nur die Profis und diese lassen sich sicher nicht auf solche Diskussionen ein. Diese “SEO sind Spammer” möchten vielleicht nur selbst im Mittelpunkt stehen?!


Harald

Ohhh das ist ja heftig was man da liest. In wie weit dass dann zu realisieren ist, ist allerdings die andere Frage. Was passiert nun mit den großen Preisvergleichseiten?? Diese Seiten sind in der Regel sehr stark, allerdings überwiegend wegen Paid-Links. Authoritäre Seiten bestrafte Google allerdings erfahrungsgemäß nur sehr milde.


Harald

haa :-) Hab gerade in den Google Richtlinien ein wenig weitergelesen. Es heißt man solle sich im Yahoo Verzeichnis eintragen. Dies in Deutschland nicht mehr möglich, und im Ausland wird für einen Eintrag richtig Kohle verlangt. Soviel zu Paid-Links ;-)


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