Private Homepage von Daniel Rüd
Das ewige No-No-No-…-Nofollow-Thema
Ich bin ja, wie schon oft geschrieben, ein Verfechter einer Nofollow-freien Verlinkung in Blogs. Deshalb habe ich auch in all meinen Blogs das DoFollow-Plugin aktiviert, was dafür sorgt, dass meine Kommentatoren für ihre Beiträge auch ein bisschen Linkliebe bekommen.
In letzter Zeit kommen aber immer mehr Kommentare von Leuten, die anscheinend nicht lesen können, denn sie geben im Feld “Name” keinen Namen ein, sondern jede Menge Keywords; nämlich genau die unter denen sie gefunden werden möchten. Guten Inhalt bieten diese Kommentare meist nur selten und zur Diskussion tragen sie in der Regel auch nicht bei, denn den Leuten geht es nur darum, einen wertvollen Link für ihre Website zu ergattern, um bei Google im Ranking zu steigen.
Von daher bin ich schon eine Weile am Überlegen, hier im Blog die Anzeige und Verlinkung der Homepage komplett herauszunehmen, so dass nur ich die Website des Kommentators über den Konfigurationsbereich einsehen kann. Links wären somit nur innerhalb des Textes möglich. Die Moderation würde dann so eingestellt werden, dass Kommentare ohne Links direkt durchgehen und alle Posts mit Verlinkung in die Prüfung kommen. So brauch ich mich gar nicht erst einzuloggen, wenn ich in der Mailbenachrichtigung schon einen Spamkommentar erkenne. Quasi null Aufwand für mich; allerdings keine Linkliebe für die Kommentatoren.
Dass ich da nicht der einzige bin, der mit solchen Problemen zu kämpfen hat, dürfte klar sein. Beispielsweise berichten auch Jojo und Fridaynite über diese bösen Schmarotzer und ergreifen entsprechende Maßnahmen, wie Verlinkung mit URL statt mit Namen oder Anmeldepflicht für diejenigen, die kommentieren wollen.
Andere gehen gerade den umgekehrten Weg. Max zum Beispiel hat vor kurzem das Nofollow in den Kommentaren entfernt, mit dem Resultat, dass mehr diskutiert wird. Aber auch hier findet man schon wieder ein paar “tolle” Webseiten unter den Kommentierenden.
Neben der Keyword-Angabe im Feld “Name” gibt es noch weitere Anzeichen für Linkschmarotzer, denn sie wollen ja auf Nummer sicher gehen und auch einen starken Link bekommen und keinen schwachen. Deshalb werden Kommentare in der Regel unter Blogbeiträgen abgegeben, die in der Toolbar schon einen PageRank anzeigen. Das sind immer ältere, denn bis bei einem Blogbeitrag ein Pagerank angezeigt wird, vergehen mehrere Monate. Wenn ich also eine Kommentarbenachrichtigung für einen alten Beitrag bekomme, der längst ausdiskutiert ist und bei dem lange nichts mehr geschrieben wurde, dann klingeln bei mir sofort die Spam-Alarmglocken.
Natürlich gibt es auch andere Konsorten, die schon ein bisschen mehr Erfahrung vorweisen können. Die schreiben nämlich bei aktuellen Blogpostings einen Kommentar, tragen auch in dem Feld “Name” einen Namen ein (ob es ihrer ist, keine Ahnung), allerdings entpuppt sich dann die Zielseite als recht spammig. Entweder ein Webkatalog, ein Artikelverzeichnis oder reine Made-For-Adsense-Seiten zu den Themen PKV, Datenrettung, Kredite, etc.
Gerade bei diesen Leuten frage ich mich, wo der Sinn eines solchen Kommentars liegt. Man bekommt zwar einen Link, allerdings mit einem Namen im Linktext. Für das Ranking bei den gewünschten Keywords ist der Link also so gut, wie gar nichts wert; warum also überhaupt eine derartige Linkbuilding-Taktik? Wegen des Traffics wird wohl niemand so einen Kommentar abgeben, denn erstens lesen nicht so viele Leute mein Blog, dass es sich irgendwie groß auf die Besucherzahlen der Zielseite auswirken würde, zweitens lesen mein Blog meist Leute, die sich mit dem Internet sehr gut auskennen und deshalb nicht gerade die größten Adsense- und eBay-Klicker sind.
Natürlich gibt es unter gerade genannter Gruppe auch Leute, die nur ihre Dummydomains angeben, damit diese einen anständigen PageRank bekommen und dann für Linktausch benutzt werden können.
Auch hier frage ich mich, warum man das so plump macht, denn man könnte es doch viel einfacher verschleiern…
Man bastele eine möglichst privat wirkende Website, am besten ohne jegliche Werbung und gebe diese in den Kommentaren an, so dass beim jeweiligen Blogbetreiber keinerlei Spamverdacht besteht. Auf den Unterseiten kann man ja dann über seine Hobbies schreiben und entsprechende Themen, die man benötigt, ablegen. Der PageRank, der dann für die Unterseiten herausspringt ist zwar niedriger, allerdings kann man davon ausgehen, dass viel mehr Links stehen bleiben und dass das ganze viel natürlicher wirkt.
Ich jedenfalls würde kein Verdacht schöpfen und bis in aller Tiefe würde ich mir die Zielseiten auch nicht angucken. Vielleicht gibt’s demnächst für die bezahlten Spamkommentaroren ein weiteres Aufgabenfeld: private Websites basteln und mit Inhalten füllen und diese dann in Kommentaren angeben. Man wird sehen…
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Habe bei mir auch das DoFollow-Plugin drin. Bin mal gespannt wie sich das ganze in nächster Zeit so entwickelt. Je nachdem werde ich auch meine Konsequenzen ziehen.
Auch ich beschäftige mich mit der no-follow Situation. Ich bin der Meinung, dass jeder Link eine Empfehlung darstellt und somit vom Betreiber einer Seite geprüft oder reglementiert werden sollte. Jedoch ist das Vorgehen mancher Seiten maßlos übertrieben. Da gibt es Menschen, die eine Seite ausdrücklich als Themenrelevant und besonder interessant empfehlen, sie jedoch extern als nofollow behandeln. Eigentlich müsste das Web zugrunde gehen, sofern jeder dieses Prinzip anwenden würde. Ansonsten teile ich die Meinung, dass Keywords im Feld “Name” nichts zu suchen haben. Ich schreibe in meinen Post-Briefen auch nicht “PKV” als Absender.
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ich bin der meinung, man sollte keyword-kommentatoren gewähren lassen, so lange der beitrag sinnvoll und kontextbezogen ist