Als ich heute ein Päckchen von der Post bekam, war ich doch ein wenig überrascht, denn ich hatte nichts bestellt. Auf dem Päckchen stand ein mir unbekannter Absender und eine Telefonnummer, die ich dann umgehend anrief.
Es stellte sich heraus, dass der Absender des Pakets einen Palm bei eBay ersteigert und auch bezahlt hatte. Allerdings bekam er statt die gewünschte Neuware eine Gebrauchte, die zudem auch noch falsch war. Er vereinbarte mit dem Verkäufer, dass er die Ware zurückschicke und dieser ihm die richtige Ware zusenden würde.
Doch jetzt kommt es: der Verkäufer gab sich als Daniel Rüd aus, mit meiner vollständigen Anschrift. Deshalb schickte der Käufer die falsche Ware auch wieder an mich zurück.
Das heißt: irgendjemand meldet bei eBay Accounts mit meinem Namen und meiner Anschrift an und zieht gutgläubige Käufer über den Tisch. Dies ist leider nicht der erste Fall dieser Art, denn bereits im Juli habe ich von eBay zwei Accounts sperren lassen, die auf meinen Namen registriert waren. Damals wurde allerdings keine Ware verkauft, sondern nur ersteigert und ich durfte mich dann mit den ärgerlichen Verkäufern herumschlagen, die auf ihr Geld warteten.
Da ich nun vom Verkäufer, der sich als meine Person ausgibt, die E-Mail-Adresse und die Bankkonto-Verbindung habe, werde ich jetzt Anzeige gegen den Kontoinhaber erstatten. Mal sehen, ob das Ganze dadurch ein Ende findet.
Was mich an der Sache aber am meisten stört, ist, dass es eBay – trotz meiner Aufforderung keine weiteren Anmeldungen mit meinen Daten mehr zuzulassen – nicht möglich ist, diese Fake-Anmeldungen zu unterbinden. Wahrscheinlich muss man erst eine einstweilige Verfügung erwirken, bevor die sich rühren. Jedenfalls zeigt mir das Lesen im eBay-eigenen Sicherheitsforum, dass ich mit meinem Problem keine Ausnahme bin, sondern, dass so etwas täglich zigfach vorkommt.








