Daniel Rüd

Junggesellenabschied in Frankfurt

Bachelor Party auf dem Christopher Street Day in FFM

Am letzten Samstag haben mich meine Kumpels, allen voran mein Bruder und Trauzeuge Alexander, abgeholt, um meinen Abschied von meinem Dasein als Junggesselle zu feiern. Den Termin hatte ich ja nach langem Löchern meines Bruders bereits im Vorfeld erfahren, wo es hingehen sollte und was sie mit mir vorhatten, das war allerdings streng geheim und hat auch wirklich niemand verraten.

Was erwartet mich jetzt?

Ich wusste also nicht, was mich erwartet und war entsprechend nervös als die Truppe dann bei mir vor der Wohnung auftauchte, insgesamt (mit den später hinzugekommen) waren wir 19 Mann: Cash, Tobi, Flo, Dino, Maddin, Lage, Marc, Dieter, Frank, Totti, Julius, Flo, Tristan, Daniel, Dennis, Stephan, mein Bruder, Applejack und ich.

Werden peinliche Spiele gemacht?

Ich hatte zwar meinen Bruder gebeten, auf irgendwelche peinlichen Spiele und langweiliges von-Kneipe-zu-Kneipe-ziehen zu verzichten, doch ob er und die anderen Jungs sich auch wirklich daran halten würden, da war ich mir mehr als unsicher. Zumal sie als sich mit zuhause abholten gleich einmal aufforderten, für jeden ein Bier zu besorgen, innerhalb von nur wenigen Minuten. Klar, dass ich das nicht packen konnte und die Strafe folgte sogleich. Ich bekam einen großen Holzklotz an mein Bein gebunden und damit ich ihn nicht abmachen konnte, hatte der einzige Polizist in unserer Runde gleich mal seine Handschellen mitgebracht, also keine leicht zu öffnenden Spielzeug-Handschellen.

Hässliches Bild auf dem T-Shirt

Besonders geschockt war ich, als ich die T-Shirts sah. Mein Bruder hatte ein Bild ausgegraben, das so ziemlich das schlimmste sein dürfte, was es von mir gibt. Mit leicht abgeduckelter Pornobrille im zarten Alter von 14 Jahren war ich dort abgebildet, auch noch riesengroß und jeder hatte dieses Shirt an. Ich brauchte ein paar Minuten und einige Schlücke Bier, bis ich mich damit anfreunden konnte. Es war aber weniger schlimm, als gedacht, denn irgendwie haben mich die wenigsten auf dem Bild wiedererkannt. :mrgreen:

Junggesellenabschied in Frankfurt am Main

Mit Klotz Katharina am Bein, wie der Onkel meiner Freundin meinte, ging es dann in den Bus in Richtung Friedberg, wo wir am Bahnhof ausstiegen. Als wir dann an Gleis 2 standen war klar, dass es nach Frankfurt gehen würde. Insgeheim hatte ich ja ein wenig gehofft, dass es zur Loveparade nach Dortmund gehen würde, aber dafür wären wir etwas zu spät dran und auch in die falsche Richtung unterwegs gewesen. Außerdem wäre die Runde wahrscheinlich viel kleiner ausgefallen…

Essen in Frankfurt

Da man ohne große Grundlage schlecht viel und durcheinander Alkohol trinken kann, musste erst einmal richtig gespeist werden. Es ging ins Chicago Meatpackers , ein amerikanisches Restaurant an der Untermainanlage in FFM. Ich hab mir natürlich einen Chili-Burger bestellt, weil ich erstens Hamburger für meinen Leben gern esse und auch eine Vorliebe für extra Scharfes habe. Deshalb wurde auch gleich “extrem scharf” bestellt; allerdings waren die tausenden Jalapeno-Schoten, die auf meinem Burger drauf lagen, nicht wirklich scharf. Auch Schul- und Azubikollege Daniel war es nicht scharf genug, er trank sogar aus der Tabasco-Flasche das Zeugs pur.

Bowling am Henninger-Turm

Nachdem wir uns alle den Magen mit leckerem Essen und noch viel leckerem Bier vollgeschlagen hatten, ging es rüber auf die andere Mainseite, wo eine Runde Bowling angesagt war, im U.S.-Play am Henninger-Turm  in Frankfurt.

Doch auf dem Weg dorthin überraschte uns ein richtig heftiger Regenschauer, so dass wir Unterschlupf suchen mussten. Dank Lages perfekter Navigation war der kürzeste und beste Platz natürlich ein feines Restaurant, wo wir die Wartezeit mit einem leckeren Bierchen überbrücken konnten. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen und die Gläser geleert waren, ging es weiter zum Bowling-Center.

Für mich als kleines Kind vom Dorf ist der Anblick von 40 Bowling-Bahnen auf einmal natürlich was nicht alltägliches. Hat dann auch richtig Spaß gemacht dort zu bowlen und immerhin hab ich da auch mal mehr Strikes als sonst geworfen, aber trotzdem nie gewonnen.

Christopher Street Day

Im Abschluss an das Bowlen fuhren wir wieder auf die andere Mainseite und wollten dann in eine Disco gehen. Hier machten dann allerdings die ersten schlapp, aber nach über acht Stunden feiern darf man das auch. Zu elft ging es dann in Richtung Goetheplatz, wo die Hölle los war. Warum? Ganz einfach: es war Christopher Street Day in Frankfurt  und von einer Open-Air-Bühne erklangen laute Technobeats. Hier stand ich nun, hier wollte ich bleiben, hier hatte ich quasi doch noch meine Loveparade, wenn auch in klein.

Und ich muss sagen: es war wirklich sensationell, denn alle verbliebenen hatten -glaube ich- riesenspaß, sind abgefahren und haben wild getanzt, ja sogar die Bühne erstürmt (wenn auch nur kurz). Junggesellenabschied auf dem CSD; mal was ganz anderes, aber ich fand es wirklich klasse. Super Stimmung, tolle Leute, alle in bester Feierlaune, was will man mehr?

Die Qual der Discotheken-Wahl

Leider war aber um 1:30 Uhr dort Schluss mit der Musik, auch zu trinken gab es nichts mehr, so dass wir uns eine neue Location suchen mussten. Ich wäre für das U gewesen, aber irgendwie fand sich für keine Disco eine absolute Mehrheit. Reingelassen hätten sie uns zwar überall, aber spätestens an der Kasse, wo die ersten bezahlen wollten, gab es von den anderen ein Veto. Schwierig eine so große Gruppe zu später Stunde noch unter einen Hut zu bringen, letztlich schafften wir es aber doch noch: in der Nähe des Bahnhofs in einem Pub; quasi noch einen kleinen Absacker trinken… Naja, aus dem kleinen wurde dann auch noch 4 Uhr.

Auch die schönste Feier geht mal zu Ende

Ach ja, heim ging es dann mit einem Großraum-Taxi (hat sehr lange gedauert, bis eines aufgetrieben war, aber bis der erste Zug gefahren wäre, hätte es sowieso noch gedauert) und bis ich endgültig im Bett lag war es gegen halb sieben morgens und natürlich schon wieder hell.

Insgesamt -zumindest aus meiner Sicht- sehr gelungener Abend, für den ich meinem Brüderchen sehr, sehr dankbar bin. Ich hoffe, er kann nun wieder ruhiger schlafen.

Veröffentlicht: Dienstag, den 22.Juli 2008

Stichwörter: , , ,

Kommentare zu diesem Blogposting

  1. 22. Juli 2008, 06:51 Uhr

    markus

    Schöner Artikel. Dann kannst du dich jetzt ja voll und ganz auf die Hochzeit konzentrieren! ;-)

 

Neuen Kommentar abgeben