Private Homepage von Daniel Rüd
Linkverkäufer melden - Geht’s noch?!
Google hat, was Matt Cutts schon angekündigt hatte, wahr gemacht und die Webmaster-Tools um eine Funktion erweitert, nämlich um eine Petz-Funktion für Linkverkäufer und Linkkäufer, wie ich von Sistrix und Mario erfahren habe.
Da frage ich mich doch, geht’s noch?!
Google ist doch selbst mit dem Adsense-Programm der größte Linkdealer auf der Welt. Aber andere dürfen das nicht, nur weil bei denen die gesetzten Links nicht maskiert sind und Googles ach so schlauer Rankingalgorithmus diese Links nicht herausfiltern kann.
Ob dieses Formular wirklich das von Google erhoffte Ergebnis bringt, halte ich sowieso für fraglich, denn bisher weisen viele Webseiten mit hohem PageRank, die Links verkaufen, sehr ähnliche Charakteristiken auf, die von einem Algorithmus wirklich leicht erkannt werden könnten. Sistrix hat es vorgemacht: er brauchte nur wenige Minuten, um zahlreiche Linkverkäufer zu finden. Warum sollte das Google also nicht auch können?
Und Sistrix hat nur die aktuell abrufbaren Daten verwendet. Wenn Google also noch historische Daten, die mit Sicherheit verfügbar sind, mit einbezieht, dann lässt sich doch wohl an weiteren Faktoren erkennen, ob man es mit einem potentiellen Linkverkäufer zu tun hat.
Hier ein paar mögliche Ansätze für hohe PageRank-Linkverkäufer:
- Externe Links werden häufig ausgetauscht, der Inhalt der Seite bleibt aber gleich.
- Die Startseite und der Großteil der direkten Unterseiten weisen die gleiche Anzahl von externen Links auf.
- Nach einem PageRank-Update kommen viele neue externe Links hinzu bzw. werden einige herausgenommen.
- Der Großteil der angelinkten Zielseiten haben eine andere Sprache als die Quellseite
Es gibt mit Sicherheit noch eine Reihe weiterer Faktoren (könnt ihr ja ergänzen), die sogar auf die meisten Blogs, die mit Kommentarspam zu kämpfen haben, zutreffen. Hier würde mann dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Generell sollte man bei Google vielleicht einmal darüber nachdenken, nur noch Links stark zu werten, die direkt beim Erstellen einer Webseite schon gesetzt wurden und später hinzugekommene etwas schwächer oder evtl. gar nicht.
Doch zurück zum Linkverkauf melden: Meiner Meinung nach wäre es viel sinnvoller, nichts über diese Art der Erkennung und die Sanktionen gegen Linkverkäufer und -käufer zu publizieren und die Links auch im öffentlich sichtbaren Toolbar-PageRank zu werten (also nach außenhin so zu tun, als würden die Links ordentlich Power vererben), aber für das Ranking nicht mehr zu berücksichtigen, als offensiv gegen Linkverkäufer vorzugehen.
Denn diese Vorgehensweise führt doch nur wieder dazu, dass die Links besser versteckt werden. Ich glaube kaum, dass Google beispielsweise jemals in der Lage sein wird, bezahlte Blogbeiträge zu erkennen, die nicht besonders gekennzeichnet sind, wenn die Themen des Blogs und die Themen der Zielseite ähnlich sind.
Und ja… ich vermiete den ein oder anderen Link… ![]()
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