Private Homepage von Daniel Rüd

7. Januar 2005, 16:21 Uhr





Die Macht der Blogger

Eigentlich kannte ich den Artikel im Blog von Johnny Häusler (Spreeblick.de) schon seit einigen Wochen, aber die Berichte aus den letzten beiden Tagen auf Spiegel Online und Tagesspiegel online haben mich nun veranlasst, auch ein bisschen was zum Thema zu schreiben.

Kurzinfo um was es bei dem Blog-Eintrag auf Spreeblick.de geht:
Johnny Häusler schildert in seinem Artikel im Stil der “Sendung mit der Maus” wie das Geschäftsmodell der Jamba! AG funktioniert. Das ist die Firma, die die Werbung bei den Musikfernsehsendern mit nervigen Klingeltönen-Spots zupflastert: “Sie tun einfach nur so, als ob sie euch einen Klingelton verkaufen, in Wirklichkeit aber verkaufen sie euch ein immer weiter laufendes Abonnement für ganz viele Klingeltöne.
In der Tat ist es so, dass man mit Abschicken einer SMS und anschließender Bestätigung nicht nur ein Klingelton ordert, sondern gleich ein Abo für einen ganzen Monat, das sich automatisch verlängert, falls man nicht kündigt. Gerade bei Jugendlichen, die zumeist mit Prepaidkarte telefonieren, würden die Kosten wenig auffallen, da es dabei keine schriftliche Rechnung gibt: “Und da ihr noch keine 18 Jahre alt seid, liebe Kinder, ist das meistens eine Prepaidkarte. Für die man keine Rechnung bekommt. Ihr kauft also euren Klingelton und der Marc, der Oliver und der Alexander buchen jeden Monat Geld von eurem Konto ab, ohne dass ihr so richtig wisst, was da passiert. […] Und wenn dann eure Karte leer ist, obwohl ihr noch gar nicht telefoniert habt, dann schimpft bestimmt der Papa und die Mama und ihr weint, weil ihr gar nicht wisst, wieso die Karte leer ist.

Der Blog-Artikel ist sehr amüsant geschrieben und auf jeden Fall lesenswert (siehe Link rechts im Kasten “Externe Links”). Ich möchte jetzt nicht auch noch auf die Jamba! AG schimpfen, sondern eher auf einen anderen Punkt heraus:
Es ist interessant zu sehen, wie schnell sich dieser Artikel verbreitet hat und vor allem, welch negative PR für das Unternehmen entstanden ist. Ein kleiner Weblog-Eintrag stürmt in den Suchergebnissen bei der Suche nach “Jamba” in die Top3 und erlangt soviel Aufmerksamkeit, dass sogar der Spiegel in seiner Onlineausgabe darüber berichtet. Momentan ist durch die hohen Zugriffszahlen sogar der Spreeblick-Server lahmgelegt worden.

Das zeigt mir, dass die Onlinetagebücher immer mehr werden und durchaus eine große Beachtung bekommen. Als ich mein Blog eröffnet habe, wurde ich gefragt, für was das gut sei und wen so etwas interessiert. Auch wenn ich mit meinen Beiträgen niemals diese Aufmerksamkeit wie Spreeblick erreichen werde, macht es mich doch stolz, wenn Surfer meine Blog-Beiträge in den Suchmaschinen finden, lesen und durchaus interessante Nachfragen per Mail stellen.




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