Heute morgen hat Fridaynite einen Post über unsinnige Tagclouds
geschrieben und heute nachmittag hat der bayerische SEO-Blogger
nachgelegt.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich eine Zeit lang einmal richtig auf das Tagging und vor allem die Tagclouds abgefahren bin, mittlerweile hat sich das aber wieder geändert, so dass ich in neueren Projekten keinerlei Tags benutze.
Angespornt von den beiden Artikeln meiner Kollegen hab ich mir mal ein paar meiner Projekte in Google Analytics herausgepickt, und mal danach geschaut, ob sich das Tagging auf diesen Seiten überhaupt rentiert; sprich, ob über die Tag-Seiten überhaupt Besucher auf die Website kommen.
Interessant war, dass sich mein Bauchgefühl auch ziemlich exakt mit den Analytics-Zahlen deckte, denn ich hatte mir schon vorher gedacht, dass das Ergebnis sehr gemischt sein würde und eine einheitliche Aussage “Tagging bringt was” bzw. “Tagging bringt nix” nicht möglich sein wird.
Bei etlichen Projekten mit Einsatz von Tags habe ich mir ausschließlich die Einstiegsseiten angesehen und anzeigen lassen, wie viel Anteil die Tagging-Unterseiten haben. Das Ergebnis reichte von 0,79% bis hin zu 47,69%. Während die eine Seite also getrost auf den Einsatz von Tags verzichten kann, würde die andere fast die Hälfte der Besucher verlieren, wenn man die Tags entfernt.
Scheinbar machen Tags bei einigen Seiten mehr Sinn als bei anderen.
Für welche Seiten lohnt sich also Tagging und für welche nicht?
Die Websites mit extrem wenigen Einstiegen über Tag-Unterseiten nutzen alle recht allgemeine Begriffe, die nicht gerade unumkämpft sind, somit ist ein gutes Ranking für derartige Unterseiten nicht möglich. Wer also in seinem Telekommunikationsblog munter mit Tags herumwirft, wie Handy, SMS, T-Mobile, Vodafone, etc. für den wird sich der Einsatz des Taggings überhaupt nicht lohnen, im Gegenteil, der Duplicate Content wird sich eher rächen.
Die besten Werte erzielen allerdings die Websites, wo man nur mit wenig umkämpften, dafür aber vielgesuchten Begriffen taggt. Bestes Beispiel hierfür sind die ganzen Blogs um Hype-Themen, wie DSDS, Popstars, etc. Ein kleiner Post über eine Casting-Sendung mit Nennung der einzelnen Kandidaten und alle Namen der Kandidaten als Tags, das gibt für jeden Casting-Teilnehmer eine optimale Seite und Google macht von diesen (Spam-)Seiten bei der Anzeige in den Suchergebnissen regen Gebrauch. Das Duplicate Content-Problem ist hierbei zunächst einmal nicht sonderlich tragisch, denn Google hat bei vollständigen Namen anfangs einer Casting-Staffel nie viele Ergebnisse zur Auswahl und da wird dann so ziemlich alles genommen, was man zur Verfügung hat.
Ich werde also in Zukunft gemäß diesem Ergebnis entscheiden, ob ich für ein neues Projekt das Tagging-Plugin installiere oder ob ich mir die Mühe gleich von vornherein spare.
Auf der Website mit dem schlechtesten Ergebnis werde ich die Tags jedenfalls in Kürze entfernen.















Frank
Ich muss dir schon wieder zustimmen (-:
Wenn ich generische Keywords in den Tags verwende, bringt das auf meinen (!) Seiten gar nichts.
Ebenso ich Wörter einmalig tagge, was dann quasi wirklich der Einstieg zum bösen DC ist.
Tagge ich aber mit selteneren Begriffen oder abgewandelten Schreibweisen, habe ich sehr wohl sehr gute Ergebnisse in den Suchergebnissen.
Gerade in Blogs die Tags mit Wörtern zu nutzen, die im Beitrag nicht vorkommen, aber eben einen absoluten Bezug haben, scheint ganz gut zu gehen.
Joaquin
Ich habe mit dem Tagging angefangen, weil mir die Kategorien einfach zu grob strukturiert waren und ich dann Probleme hatte, geziehlt spezielle Artikel wieder zu finden.