Daniel Rüd

Darum liebe ich WordPress

Als ich vor etlichen Jahren das erste Mal von einem Blogportal-Betreiber angesprochen wurde, ob ich nicht ein wenig Werbung für sein Dienst machen könnte, dachte ich mir nur: wer schreibt denn heute überhaupt noch in ein Tagebuch und -vor allem- wer stellt dieses dann auch noch öffentlich ins Internet, wo es jeder lesen kann? Da der nette Herr mir sein System lediglich als “Online-Tagebuch” vorgestellt hat, kam ich gar nicht auf die Idee, was man noch alles damit machen kann…

Inzwischen hat sich meine Einstellung gegenüber den Blogs aber gravierend geändert. Das geht sogar soweit, dass ich jetzt sogar sagen würde: Ich liebe Blogs und allen voran die Software von WordPress .

Warum? Da gibt es eine Vielzahl von Gründen…

Gründe für den Einsatz von WordPress

Online-Magazine

Die Verwendungsmöglichkeiten der Software geht weit über das ursprüngliche “Online-Tagebuch” hinaus. Gerade für Webseiten, die ständig neue Nachrichten einstellen und den Lesern die Chance bieten wollen, über den eben gelesenen Beitrag zu diskutieren, ist das System ideal. Im Prinzip könnte man damit hervorragend ein Online-Nachrichtenmagazin betreiben.

Herkömmliche Websites

Doch auch für eine herkömmliche Unternehmenswebsite ist WordPress geeignet. Ich erzähle den Leuten, die wissen wollen, was man beim Aufbau einer Internetpräsenz alles beachten sollte, immer, dass man nicht Unmengen von Geld in das äußere Erscheinungsbild stecken darf, sondern vielmehr sich von der Frage leiten lässt: Was will ich mit dem Internetauftritt überhaupt erreichen und was brauche ich dazu, dass ich das Ziel auch wirklich erreiche? Egal aus welchen Beweggründen jemand den Gang in das Internet wagt, ohne eine ausreichende Zahl von interessierten Besucher, wird man das Ziel niemals erreichen. Und da die meisten Internetnutzer auf eine neue Seite durch Suchmaschinen aufmerksam werden, sollte man darauf achten, dass die Seite auch für Suchmaschinen geeignet ist. Und genau das ist bei WordPress der Fall. Denn es wird darauf geachtet, dass der Quelltext valide ist, dass die URLs suchmaschinenfreundlich sind und vor allem lässt sich die Website mit wenig Aufwand ständig erweitern. Beste Voraussetzungen also für eine gute Listung.

Suchmaschinenoptimierung

Auch für mein eigenes Netzwerk an Informationsangeboten lassen sich die Blogs ideal nutzen, denn damit ist eine Verlinkung der Seiten untereinander bequem über die Ping- und Trackback-Funktionen möglich. Außerdem lassen sich durch Verwendung von Plugins, wie beispielsweise Ultimate Tag Warrior eine Vielzahl von Keyword-optimierten Seiten generieren und diese ranken, wenn man es nicht übertreibt und somit in den Duplicate Content-Filter gerät, auch überdurchschnittlich gut.

Insgesamt habe ich jetzt über 30 Blogs am Laufen mit Zugriffszahlen von wenigen Besuchern pro Tag bis hin zu welchem im fünfstelligen Bereich. Gerade für die mit hohen Trafficaufkommen sollte man ein Caching-Plugin nutzen um die Zugriffszeiten zu erhöhen und die Datenbank zu schonen.

WordPress-Plugins

Wen es interessiert, hier meine Liste von Plugins, die ich bei jeder Installation mit integriere.

  • Akismet  für die Filterung von SPAM-Kommentaren
  • BlogVideoz  um Videos von Youtube, Clipfish, MyVideo und Co. einbinden zu können
  • FollowURL  damit die Kommentare und Trackbacks auch von den Suchmaschinen verfolgt werden (ich bin NoNoFollow -Fan)
  • O42 Clean Umlauts  damit die suchmaschinenfreundlichen URLs auch mit ä,ö,ü und ß zurecht kommen
  • Permalink Redirect  um zu verhindern, dass Duplicate Content durch unterschiedliche URLs mit gleichem Inhalt erzeugt werden kann
  • TimeZone  damit sich die Uhr automatisch von Sommerzeit auf Winterzeit (und umgekehrt) umstellt.
  • Ultimate Tag Warrior  um Tags (Stichwörter) für die einzelnen Posts verwenden zu können.
  • WP-Cache  bei trafficstarken Blogs um die Ressourcen zu schonen. Hierbei wird nämlich die aufgerufene Seite für einen bestimmten Zeitraum zwischengespeichert, so dass bei einem erneuten Abruf keine Datenbankzugriffe mehr nötig sind.

Für weitere Vorschläge, welche Plugins noch interessant sind, bin ich natürlich dankbar. ;)

Was ich z.B. auch interessant finde, aber noch nicht ausprobiert habe, ist WP-Mobile  für eine schlanke PDA-Version des Blogs, damit die Traffickosten auf dem Handy nicht explodieren.

Ach so: gibt es ein gutes Plugin, was große Bilder beim Upload gleich automatisch verkleinert? Ich habe nämlich in einigen Blogs auch Leute, die kein eigenes Grafikprogramm haben und ihre Schnappschüsse als 4MegaByte-Bilder uploaden und dann einfach nur die angezeigte Größe verändern, nicht aber die Dateigröße.

Veröffentlicht: Montag, den 5.Februar 2007